Brennweite
Der Begriff „Brennweite“ bezeichnet in der Optik den Abstand des Brennpunkts einer Linse von deren Hauptebene. Einfacher formuliert handelt es sich um den Abstand zwischen einer Linse und ihrem Brennpunkt. In der Fotografie bestimmt die Brennweite eines Objektivs dessen Bildwinkel und damit die Größe des Bildausschnitts auf dem lichtempfindlichen Film oder dem Sensor der Digitalkamera. In der Praxis bildet die Brennweite eines Objektivs den Maßstab zur Beurteilung, ob es sich um ein Weitwinkel-, ein Normal- oder ein Teleobjektiv handelt.
Ein Normalobjektiv erzeugt ein Bild, dessen Ausschnitt in etwa der Sichtweise eines menschlichen Auges entspricht. Das Bild erscheint also weder verkleinert noch wie mit dem Fernglas aufgenommen. Ein Weitwinkelobjektiv stellt einen größeren Bildausschnitt dar und eignet sich insbesondere für Landschaftsaufnahmen oder auch zur möglichst vollständigen Abbildung ganzer Gebäude aus geringer Distanz. Charakteristisch für Weitwinkelobjektive ist die im Verhältnis zu Teleobjektiven deutlich größere Schärfentiefe. Ein Teleobjektiv hingegen bildet einen deutlich kleineren Bildwinkel ab, es entsteht dadurch der Eindruck einer Vergrößerung des fotografierten Objekts. Teleobjektive werden verwendet, um weiter entfernte Gegenstände bildfüllend aufnehmen zu können.
Moderne Kameras verfügen heute meist über sogenannte Zoomobjektive, die über eine verstellbare Brennweite verfügen und deshalb universell einsetzbar sind. Ein Brennweitenbereich von zum Beispiel 28-400 Millimetern erlaubt Aufnahmen vom deutlichen Weitwinkelbereich bis hin zu starken Telefotografien, die in etwa der Aufnahme durch ein Fernglas mit achtfacher Vergrößerung entsprechen.
Aufnahmen im extremen Weitwinkelbereich unterhalb von 26 Millimetern, wie sie etwa zur Anfertigung künstlerischer Naturfotografien verwendet werden, sind aber speziellen Superweitwinkelobjektiven vorbehalten, wie sie an Spiegelreflexkameras eingesetzt werden.