Belichtungszeit
Die in die Kamera einfallende Lichtmenge ist ausschlaggebend für die Qualität der Fotografie. Entsprechend des Lichtangebotes in der Umwelt muss die Kamera diese Lichtmenge regulieren können. Das ist über die Blendenöffnung oder die Belichtungszeit möglich. Hinter dem Objektiv liegt die Blende. Entsprechend der Blendenzahl kann damit der Lichteinfall in die Kamera verändert werden. Hinter der Blende befindet sich der Verschluss der Kamera. Dieser ist im Normalfall geschlossen, damit kein unerwünschtes Licht auf den Film oder den Sensor gelangt. Nur wenn der Auslöser gedrückt wird, öffnet sich der Verschluss. Die Zeit, wie lange dieser geöffnet bleibt, ist die Belichtungszeit.
Eine kurze Belichtungszeit von beispielsweise einer zweihundertstel Sekunde lässt also den Verschluss der Kamera exakt für diese Zeit offen und das Licht fällt auf den Sensor. Es ist leicht zu verstehen, dass bei strahlendem Sonnenschein eine viel kleinere Lichtmenge notwendig ist als in der Dämmerung. Das bedeutet, dass in der Regel kurze Belichtungszeiten bei einem großen Lichtangebot eingestellt werden und beim Fotografieren in der Abendstunde muss der Verschluss länger offen bleiben, um die gleiche notwendige Lichtmenge “einzufangen”.
Damit bestehen zwei Möglichkeiten, den Lichteinfall in die Kamera zu regulieren – durch die Veränderung der Blendenzahl oder durch die Veränderung der Belichtungszeit. Viele Kameras nehmen diese Einstellungen automatisch vor, aber durch manuelle Veränderung dieser Werte kann man interessante Fotografien machen.
Wichtig ist zu erwähnen, dass Fotografien von bewegten Motiven mit einer kurzen Belichtungszeit gemacht werden sollten. Es ist sicher verständlich, dass bei einer langen Belichtungszeit das bewegte Objekt innerhalb der Öffnungszeit des Verschlusses seinen Standort verändert und damit das Foto unscharf wird.