Autofokus

Unter Autofokus versteht man bei einer Kamera die Technik der automatischen Scharfstellung auf das Motiv. Dabei wird grundsätzlich unterschieden zwischen passivem und aktivem Autofokus. Der passive Autofokus macht sich nur das Licht zunutze, das vom Motiv abgestrahlt oder reflektiert wird. Der aktive Autofokus hingegen funktioniert auch bei vollständiger Dunkelheit. Passive Autofokus-Systeme werden heute am meisten genutzt. Dabei kommen als Techniken der Phasenvergleich und die Kontrastmessung zum Einsatz. Für einen funktionierenden passiven Autofokus ist dieser auf eine ausreichende Beleuchtung und ausreichenden Objektkontrast angewiesen. Es kann jedoch auch zu einem aktiven Verfahren erweitert werden, indem das zu fotografierende Objekt beleuchtet wird. Beim aktiven Autofokus wird unterschieden zwischen direkter Entfernungsmessung mithilfe von Ultraschallwellen und bloßer Erweiterung passiver Methoden mittels Beleuchtung des Objekts (s.o.). Die Genauigkeit und auch die Geschwindigkeit eines Autofokus können ausgezeichnet sein, üblicherweise besser als bei manuellem Fokus.

Bei modernen Kameras erfolgen Messungen von verschiedenen Bildbereichen, anhand derer die Kamera über die Position des Objekts entscheidet. Manche Kameras verfügen auch über einen Prädiktions-Autofokus, welcher die Kamera dazu befähigt, zu ermitteln, ob sich das Objekt auf die Kamera zu oder von der Kamera weg bewegt sowie welche Geschwindigkeit es hat.

Bei einfachen Autofokus-Systemen gibt es nur einen Fokussensor, hoch entwickelte Systeme haben aber auch bis zu 51 Sensoren. Autofokus-Systeme werden mittlerweile auch bei in Mobiltelefonen eingebauten Digitalkameras verwendet. Sie sollen die bisher verbreiteten Fixfokuslinsen ablösen und die Bildschärfe erhöhen.